Noch nie war der Gas-Wechsel so einach

E.ON baut Vertriebsetage um

Vor kurzem verkündete E.ON-Chef Wulf H. Bernotat seinen Rücktritt zum nächsten Jahr. Darüber hinaus wird nun auch der Strom- und Gasvertrieb gebündelt und umstrukturiert.

Bereits im vergangenen Jahr wurden die Pläne des größten deutschen Energieversorgers deutlich, die Strukturen innerhalb des Unternehmens zu straffen und die Aufgaben mittelfristig neu zu verteilen. Nun hat der bisherige Chief Executive Officer (CEO) der E.ON Vertrieb Deutschland GmbH, Stefan Vogg, von der Konzernführung neue Aufgaben zugeteilt bekommen. Er soll nun den Vertrieb der beiden E.ON – Töchter E.ON Energie und E.ON Ruhrgas gemeinsam koordinieren. Dafür wurden die Posten des Vertriebschefs der beiden Unternehmen zu einem gebündelt, den nun Vogg übernimmt. Für den Konzern stellt dieser Schritt nach Ansicht des “Handelsblattes” den Beginn einer neuen Ära dar. Der Konzern ließ verlauten, durch die Maßnahme solle auf den vermehrten Druck neuer Wettbewerber reagiert und die Vertriebsaktivitäten effektiver koordiniert werden.

Zähmbare Töchter?

Die größte Konzerntochter der Düsseldorfer, E.ON Energie, beliefert vorrangig zentraleuropäische Gebiete mit Strom und Gas und weist einen Kundenstamm von rund 17 Millionen Verbrauchern auf. E.ON Ruhrgas,das vor einigen Jahren aus dem Übernahme eines unabhängigen Anbieters durch E.ON entstand, versorgt europaweit verschiedenste Großkunden mit Gas. Dazu zählen unter anderem Industrieunternehmen und Stadtwerke. Wie das “Handelsblatt” beobachtet hat, war die Tochter in der Vergangenheit eher darauf bedacht, seine Zuständigkeitsbereiche zu sichern und möglichst keine Kompetenzen abzugeben. Daher könne das nun durchgesetzte Vorhaben des Mutterkonzerns zwar durchaus nicht allzu leicht umsetzbar sein. Vogg ist nach Ansicht vieler Experten und Konzernvertreter aber trotz der möglicherweise etwas widrigen Umstände durchaus in der Lage, seine neuen anspruchsvollen Aufgaben ansprechend zu bewältigen.

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