Noch nie war der Gas-Wechsel so einach

Norderstedter Gasstreit

Im hohen Norden, unweit der Stadt Hamburg liegt die Kleinstadt Norderstedt. Die geriet letzte Woche in die Schlagzeilen, weil sich dort 66 Bürger seit geraumer Zeit aus Protest weigern ihre Gasrechnungen zu bezahlen. Grund für diesen Protest sind die Preiserhöhungen, die das Energieunternehmen Städtische Werke Norderstedt nach Meinung der Protestierenden nicht nachgewiesen hat. Die „Gas-Rebellen“ wurden bereits im November letzten Jahres dazu aufgefordert die ausstehenden Zahlungen zu begleichen, haben dieses aber nicht getan und müssen sich nun vor Gericht verantworten. Kläger sind die Städtischen Werke Norderstedt, die rasanten Preiserhöhungen für angemessen hält und das einbehaltene Geld fordert.
Einer dieser Gas-Rebellen, Peter Schiebold, hat im Internet die Gaspreise und -tarife anderer Anbieter mit denen der Städtischen Werke verglichen und stellte dabei fest, dass die Preise des Norderstedter deutlich über den der übrigen Anbieter liegen. Einfach den Anbieter zu wechseln wäre jedoch zu einfach und stattdessen protestiert Schiebold mit 65 weiteren Norderstedtern für sein Recht. Bei diesem Protest geht es aber nicht nur um die überhöhten Preise, sondern auch um die fehlende Transparenz. Die Protestierenden wollen, dass der Konzern deutlich macht wofür die Gewinne, die mit den höheren Preisen erzielt werden, genutzt werden, damit die Kunden wissen warum sie plötzlich mehr bezahlen.
Dieser letzten Forderung wollen die Werke in Zukunft nachkommen und den Kunden zeigen wie das Geld verwendet wird. Ab sofort will der Konzern den Politikern jährlich eine Erfolgsübersicht vorlegen, aus der ersichtlich ist wohin wie viel Geld fließt.
Die gerichtliche Auseinandersetzung sehen die Stadtwerke optimistisch, denn sie sind der Meinung, dass die höheren Preise berechtigt sind, da sie eine Folge der höheren Bezugskosten sind, die an die Vorlieferanten gezahlt werden müssen. Dieses haben sich die Stadtwerke durch ein unabhängiges Wirtschaftsprüfungsunternehmen bestätigen lassen, Diese Bescheinigung wird der Konzern als Beleg für die angemessene Preisgestaltung nehmen und den Gas-Rebellen gerne vorlegen.

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