Mehr Biogas braucht Deutschland
Auf dem freien Markt haben die Netzbetreiber für Erdgas eindeutig das Sagen. Um dagegen anzukommen fordert die Biogas-Branche nun mehr Rechte, wenn es darum geht an das Netz angeschlossen zu werden. Bisher haben die Biogaskonzerne noch keinen uneingeschränkten Netzzugang und will nun, dass die Bundesnetzbehörde durchsetzt, dass es sowohl eine Durchleitungspflicht, eine Abnahmepflicht, als auch eine Vergütung für die Biogashersteller gibt.
Zu diesem Zweck soll ein Erneuerbares-Gas-Energiegesetz (EGE) erlassen werden, dass große Ähnlichkeit mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) aufweist, nur dass es sich ausschließlich um Gas dreht. Im Bereich Strom gibt es für die Betreiber von Wind- und Solaranlagen bereits eine Einspeisevergütung, die durch einen Verbraucherpreisaufschlag finanziert wird. Auf dem freien Markt können sich die Betreiber der Anlagen so besser gegen Kohle- und Atomstrom behaupten und müssen sich nicht einfach geschlagen geben.
Mehr Biogas für die Verbraucher
Das erklärte Ziel der Branche ist es einen größeren Anteil an Biogas in das Netz einzuspeisen, ohne Angst vor dem Wettbewerb mit dem Erdgas zu haben.
Hergestellt wird Biogas bei der Vergärung von Biomasse, die in eigens dafür gebauten Biogasanlagen stattfindet. Von solchen Anlagen gibt es ein paar Stück in Deutschland, die entgegen der breiten Auffassung nicht für viel Gestank sorgen. Es entsteht zwar ein größeres Verkehrsaufkommen, wenn die Biomasse zur Anlage transportiert wird, da dass allerdings nur ein- bis zweimal im Jahr der Fall ist, ist das für die Anwohner leicht zu verschmerzen und es sollten weitere Bioanlagen gebaut werden.
Posted: März 11th, 2010 under Allgemein.
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