Die vielen Seiten des Gases
Man kann es nicht sehen und trotzdem erleichtert Gas unser Leben und macht es komfortabler. Seine Einsatzbereiche gehen weit über das Heizen hinaus. Auch ist Gas nicht gleich Gas. Es gibt zahlreiche Unterscheidungen in Zusammensetzung, Energiewert und Qualität. Doch der Verbraucher tut meist nur das, was er am besten kann: Verbrauchen! Bei allgemein steigenden Energiepreisen kann das leicht ins Geld gehen. Information ist alles und so sollten sich Verbraucher ruhig sorgfältig über Gas informieren. Mehr Wissen kann zu einer besseren Einschätzung führen, wofür man welches Gas verwenden sollte, wie man Gas sparen kann und wie sich die Preise voraussichtlich entwickeln werden.
Knappheit nicht in Sicht
Als fossile Energie ist Gas ein endliches Gut. Zwar werden immer noch neue Gasvorkommen entdeckt, doch die Gesamtmenge des verfügbaren Gases wird irgendwann aufgebraucht sein. Zurzeit ist der Gasnachschub aber stabil und Pipelines quer durch Europa sorgen für stetigen Nachschub des flüchtigen Stoffes. Hauptsächlich wird Gas aus Russland importiert. Jede Gasanbieter Übersicht zeigt, dass die Verteilung des Gases in Deutschland an die Haushalte und damit die Endverbraucher unter vielen einzelnen Firmen aufgeteilt ist.
Wer bietet günstig Gas an?
Riesen der Branche sind zurzeit Eon, Ruhrgas und RWE, doch der Markt teilt sich in über 800 Versorger auf kommunaler und regionaler Ebene auf. Hier wird natürlich auch viel Geld verdient und wer meint, er hätte eine zu hohe Gasrechnung, der sollte sich überlegen einen Vergleich der Gasanbieter anzustellen und gegebenenfalls den Gasanbieter wechseln. Mehrere hundert Euro an Kosten im Jahr kann man so einsparen, denn die Zulieferer lassen sich nicht nur das Gas selbst, sondern auch Service und langfristige Preisgarantien teuer bezahlen. Der Gasmarkt ist zwar, ähnlich wie der Strommarkt, schon seit Langem liberalisiert, doch die städtischen Versorger profitieren auch hier von der Bequemlichkeit der Verbraucher, die bei einem Anbieterwechsel Bürokratie oder Versorgungsausfälle befürchten. So bezahlen viele Haushalte zu viel für ihr Gas und heizen und kochen überteuert.
Qualitätsunterschiede beachten
Wie bereits erwähnt, ist Gas nicht gleich Gas. Das Gas, das allgemein zum Heizen und Kochen genutzt wird, ist Erdgas, welches in zwei verschiedenen Qualitäten angeboten wird: Als H- oder L-Gas. H und L stehen für “High”, also “hoch”, und “Low”, also “niedrig”. Die Qualität bemisst sich nach dem Methananteil. Das höherwertige Gas hat einen Methananteil von über 87 Prozent, bis zu 99 Prozent. Methan ist der brennbare und energiehaltige Stoff im Gas und damit das, was letztlich die Energie liefert. Der Rest kann als Bei- oder Abfallprodukt bezeichnet werden. Das Gas von niedrigerer Qualität hat einen Methananteil von 80-87 Prozent und stammt meist aus heimischer Förderung. Ein weiteres Gas, das ähnlich wie Erdgas genutzt wird, ist Biogas. Es wird in eigens dafür errichteten Biogasanlagen gewonnen und wird aus Klärschlamm, Bioabfall oder auch Müll gewonnen. Biogas gehört damit zu den erneuerbaren Energien, seine Gewinnung und seine Nutzung ist aber noch zu verbessern.
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